| "Es gibt eine Realität, die als Grundlage der Erde
und des Himmels dient. Sie hat aber keine Form, geschweige denn keinen
Namen. Die Augen können sie nicht sehen, die Ohren können ihre
Stimme nicht hören, wenn wir sie Budda oder Vernunft nennen, handeln
wir ihrer Natur zuwider, weil sie dabei der illusorischen Blume in der
Luft ähnlich wird.Diese Realität ist keine Vernunft und kein
Budda, sie verbleibt in der Ruhe und strahlt doch die geheime Luft aus,
sie öffnet sich nur sehr Scharfsichtigen. Es ist Dharma ausser Form
des Ton. Es ist Dao, das nichts gemeines mit den Worten hat.Wenn ihr die
donnerähnliche Stimme von Dharma hören wollt, erschöpft
euere Worte, macht euere Gedanken leer, weil nur so ihr euch zur Kenntnis
des Einheitlichen Wesens nähern könnt".
Dai O Kokusi.
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Die menschliche Unwissenheit, die mit der täuschenden Selbstverständlichkeit bekleidet ist, äussert sich nirgends mit solcher erschütternder Kraft, wie im Erscheinen des Todes. Wie schreckliches Verhängnis hängt der Gedanke an den Tod über dem menschlichen Bewusstsein. Der Mensch, seine ganze Lebensbahn durchgehend, trifft einen Beschluss, dass damit seine Teilnahme am Leben zu Ende sei. Viele Leute denken so, kennen den Anfang nicht, sie sehen nur ihr Ende, sie gehen ihr Leben zwecklos durch, ihre Jahre wegen Kleinigkeiten verschwenden, sie geben die unglaubliche Energie für die Anhäufung der illusorischen und unnötigen Werte aus.
Die unwissenden und tief unglücklichen Leute meinen, dass sie nur einmal leben und deshalb möglichst mehr "vom Leben an sich zu reissen" haben. Auf der Jagd nach diesem Gespenst sind sie zu allem bereit - zu der Verletzung nicht nur menschlicher, sondern auch kosmischer Gesetze. Sie werden in die Unglücke und Krankheiten hineingestürzt für ihre Verbrechen, nehmen sie sich das Leben auf dem elektrischen Stuhl oder auf dem Galgen. Statt das Nützliche und Wertvolle zu speichern und es in das schon Erworbene in früheren Verkörperungen der Seele aufnehmend vergeuden sie auch das Kleine, was mit solcher Mühe und Leid von ihrer Seele früher erworben wurde.
Wir können nicht unsere Vergangenheit, wo wir in Gefangenschaft sind, ignorieren. Die geistige Vervollkommnung der Persönlichkeit auf der Erde ist den Vorteilen und Nachteilen der Erziehung, der Umgebung oder den feindlichen Handlungen entgegengesetzt, um festzustellen, ob ihre Ereignisse mit ihren potentiellen Möglichkeiten gemäss sind. Das Reichtum kann ein Öhr der Nadel und grosse Hindernisse werden, weil vom Reichen mehr gefragt und verlangt wird, als vom Armen, vom Talentvollen ernster verlangt wird, als vom "gewöhnlichen" Menschen.
Es existieren einige Stufen der menschlichen Evolution. Der Mensch soll durch die Qualität seines GANZEN Lebens das Recht auf weitere Vorwärtsbewegung verdienen, darunter auch ausser der sichtbaren Welt. Viele Eigenschaften, vielleicht die Mehrheit, die unvermeidlich den Erfolg und materiellen Wohlstand in der Physischen Welt bringen, sind nur Hindernis im günstigen weiteren postumen Existieren der Seele.
Die Eitelkeit, der Egoismus, der Böse, die Lüsternheit, die Habgier, der Neid und andere sog. "menschliche Schwächen", die in allen Religionen der Welt als die schrecklichsten Sünden eingeschätzt werden, sind eben diejenigen schwersten Hindernisse oder Nachteile, die zu Lebzeiten noch entwurzelt sein sollen. Die Erde ist eine eigenartige Schule für unsere geistige Selbstbildung, und wir haben hierher noch und noch zurückzukehren, um entweder die Zustimmung oder Bestrafungen zu bekommen. Und so, bis wir endlich die fleissigen Schüler werden, bis wir alle Stunden, die uns das Leben gibt, lernen.
Jeder Mensch lernt ständig seine Stunde, korrigiert seine Unvollkommenheiten und leistet einen Beitrag zu der Sparbüchse seiner Lebens- und Geisterfahrung. Jeder Mensch ist gleichzeitig der Lehrer für jeden anderen, egal in welcher unverständlicher oder unansehnlicher für uns Form er uns seine Lehre gibt. Je nach seinem evolutionären Wachsen und geistiger Vervollkommnung erhebt sich der Mensch allmählich aus einer Sphäre des Feinen Plans in eine andere Sphäre.
Je nach ihrem Fortschritt geht die Seele auf jedem der Unterniveaus durch alle diese Sphären, bis sie die ganze Erfahrung, die zur Erreichung ihrer Göttlichkeit nötig ist, erwirbt.
Nur sehr wenige Seelen sind imstande diese hohe Position zu erreichen. Diejenige aber, die sie doch erreichen, erheben sich höher als diese Sphären des menschlichen Daseins und vereinigen sich mit dem Gott. Egal wie tief dieser Übergang ist und wie verschieden in dieser Hinsicht die religiösen Volksglauben sind, ist der Übergang in postumes Existieren ein grosses und verantwortungsvolles Stadium des Fortschritts der Seele. Das ist ein der nicht zahlreichen Erlebnisse, durch welche über kurz oder lang jeder auf der Erde lebender Mensch durchgeht.
Die nächste Welt, die uns nach unserem Tod empfängt, dehnt sich in allen Richtungen, den Gradationen nach oben und nach unten aus. Das Gebiet, worin diese Seele vorbestimmt ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab, z.B. besondere energetische Informationssphäre (Egregor) oder die Gottheit, der irgendwer treu ist oder der Grad, bis dem die ethnischen oder moralischen Lehren an die der Mensch zu seinen Lebzeiten glaubte, sich erhöht (oder sich erniedrigt) haben. Alles im Weltall ist dem unverbrüchlichen Gesetz der Anziehung der ähnlichen Vibrationen von dem Ähnlichen unterordnet. Diese Vibrationen bestimmen die Qualität der Energien, die die feinen Körper - die Leiter der Seele - bilden.
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