Die erste Übergangsphase: "Punkt der Stille"

Jeder Übergang aus dem Leben in den Tod ist auf seine eigene Art schwer. Er ist schwer schon deswegen, dass er unerlässlich an Notwendigkeit der Überwindung von gewissen unbedingten Formalitäten, Schwierigkeiten oder ungewöhnlichen Umständen sowohl von äusserem, als auch vom inneren Inhalt, durch die der Sterbende, wie dem auch sei, gehen soll, gebunden ist.

Sogar für diejenigen, die durch die erste Übergangsphase – durchs Verlassen des physischen Körpers – leicht und nicht wahrnehmbar gegangen sind, (z.B. für diejenigen, die im Kriege, in der Schlägerei oder Schlacht oder während der Erfüllung einer sehr verantwortlichen Aufgabe plötzlich ermordet worden sind, wenn der Ermordete sich eine gewisse Zeit einbildet, als würde er noch weiter leben und in der Physischen Welt verweilen), sogar für sie kommt einmal die Zeit des Einsehens der Tatsache ihres Todes und die daran gebundene Notwendigkeit der Überwindung von verschiedenen seelischen Hindernissen.

Eigentlich findet im Augenblick des Todes nichts anders als die Geburt in der Feinen Welt, ähnlich der Geburt des Kindes auf der Physischen Ebene. Allen ist bekannt, dass der eine zur Welt sehr leicht und schnell gebracht wird, der andere aber mit gewissen Komplikationen, und es gibt auch solche, die nur durch den "Kaiserschnitt" die Welt erblicken können. Dasselbe kommt auch nach dem Tode vor, es werden nur die Ebenen von Dasein und Bewusstseinserscheinungsformen geändert.

Wir können mit voller Verantwortung sagen, dass jede eben erst den Körper verlassene Seele des Durchschnittsmenschen im Augenblick des Todes ALLERLEI Gedächtnis vorübergehend verliert, das heisst wird vorübergehend SOZUSAGEN MENTAL vernichtet, unabhängig davon, ob er eines natürlichen oder gewaltsamen Todes, oder eines Unfalltodes gestorben ist, oder einen Selbstmord begangen ist, ob er geistesgesund oder geisteskrank, jung oder alt, schlecht oder gut war.

Der Tod erschüttert das Bewusstsein des Verstorbenen manchmal so stark, dass sein Gedächtnis im weiteren vorübergehend schwächer werden kann. In solchen Fällen nach voller vorübergehender Unbewusstlosigkeit kommt zunächst die Periode des Dämmerzustandes des Bewusstseins, die allmählich auch weggeht. Man braucht nur eine gewisse Zeit, damit die Seele die erste Erschütterung völlig erlebt und "wieder zu sich kommt".

Nur am Ende solcher "Periode des Reifens in der Anabiose" kommt das Gedächtnis, langsam und allmählich, aber schon nicht in seinem vollen Umfang, aufgegeben allerlei Grobmaterielles und Irdisches, zum Bewusstsein des Verstorbenen wieder zurück. Dieser Zustand dauert für jede Seele innerhalb von einigen irdischen "Augenblicken", "Stunden", "Tagen", "Wochen", "Monaten", und manchmal auch innerhalb von einigen "Jahren", abhängig von Entwicklungsniveau des Bewusstseins des Menschen selber, von seinem mentalen Zustand zum Zeitpunkt des Todes, von Todesursache, von Kreis seiner Interessen während des Lebens usw.

Üblicherweise halten sich in solch einem langwierigen unbestimmbaren Zustand die Seelen der Menschen auf, die während des Lebens sogar die geringste Wahrscheinlichkeit ihrer Existierung nach dem Tode entschieden abgelehnt haben. Die Besserung solches Zustands nach dem Tode kommt sehr langsam und allmählich, mit Hilfe der Fachleute der Astralen Welt.


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