Es stirbt kein Mensch

   
  "Ganz leicht ist es, meine liebe, ganz leicht, wenn die Zeit zum Sterben kommt. Es gibt nichts erschwerendes, wunderliches oder besonderes. Es gibt keine Rhetorik, keine Worte. Eine bewusste Persönlichkeit braucht sich mit Lieblingsmaske von Christi, Goethe oder kleiner Nelly nicht zu decken. Selbstverständlich gibt es keine Theologie, keine Metaphysik. Es gibt nur einen Akt des Sterbens, eine Tatsache des klaren Lichts".
O. Hacksley.

Leben würde ohne Tod unmöglich, genauso wie es ohne Zerstörung weder Wiedergeburt noch Wiederaufbau, keine qualitativen Veränderungen von ALLEM gäbe. Wie Pflanzen im ewigen Sonnenlicht nicht existieren könnten, so würde auch der Mensch zu einem gewöhnlichen "Zomby" ohne ständige Übung seines freien Willens und ohne seine unaufhaltsame Bestrebung zum Licht, die für ihn auch ihre ganze Dasein und Bedeutung verlieren würden, wenn er nichts ausser diesem Licht hätte.

Einen Menschen von den Schrecken des Todes kann nur die Erkenntnis der Wahrheit befreien, dass die Seele eines Menschen nach dem Tod nicht stirbt, sondern nur einen Übergang macht, in die Feine Welt geboren wird, woher sie nach Ablauf einiger Frist wieder auf die Erde im Körper eines Neugeborenen zurückkehrt. Während die Seele eines Menschen sich umgestaltet, lebt sie viele Leben und vervollkommnet sich dabei. Wenn die Möglichkeiten des Funktionierens des physischen Körpers zu Lebzeiten erschöpft sind, entfernt sich die Seele des Menschen aus ihm in ihre weitere Existenz nach dem Tod und nimmt mit sich auch ihre Feine Körper weg.

 Die ersten davon - der ätherische, der astrale und der mentale Körper werden einer Reihe destruktiver Umgestaltungen unterworfen, im Laufe deren sie zerfallen und dabei jedem Niveau die Energie, die der Geist bei seiner nächsten Verkörperung auf die Erde "geborgen" hat, zurückgeben, so das letzten Endes, nach der Vollendung des Kreislaufs menschlicher Verkörperungen wieder nur der unsterbliche Geist (Monade, die in Materie eines kasualen, eines buddhischen, eines geistigen und eines atmischen Körper bekleidet ist ) allein bleibt.

Ein Tod ist immer eine Bewegung der Seele-Aspekt zu ihrem Geist, wie nicht informiert ein Sterbender dazu auch sei. Dieser Vorgang verläuft bei den meisten Menschen selbsttätig, aber bei den hochentwickelten Menschen kann man oft das genaue Voraussehen ihres Todes bis an den Tag und sogar bis an die Stunde beobachten.

In den meisten von diesen Fällen setzt das Bewusstsein des Menschen aktiv zu funktionieren und die volle Macht über den Körper und den Verstand zu behalten, bis zum endgültigen Augenblick der Entfernung fort. Manchen Menschen, die die Gesetze der Trennung verstehen, erlauben diese Gesetze, sich während des Übergangs aus dem physischen Körper bei ganz wachem Zustand des Bewusstseins zu entfernen und sofort aktive Tätigkeit auf Astralem Niveau zu beginnen.

Eine solche Erhaltung der Kontinuität des Bewusstseins erlaubt, eine Lücke zwischen dem Gefühl der Informiertheit auf dem Physischen Niveau und diesem nach dem Weggang davon zu vermeiden. In solchen Fällen setzt der Mensch nach dem Tod fort, sich so zu kennen, wie er auch früher war, Gefühle und Gedanken jener Menschen zu begreifen, die er stark geliebt hat und fährt fort zu lieben, obwohl er nicht mehr imstande ist, physische Körper lebendiger Menschen zu empfinden oder mit ihnen in Berührung zu kommen.

Aber er kann die Verbindung mit ihnen auf sinnlichem Niveau oder telepathisch durch den Apparat des Verstandes eines lebendigen Menschen weiter halten, wenn zwischen ihnen eine psychische Verbindung besteht. Dabei können astrale und mentale Wechselwirkungen des Verstorbenen mit dem Lebendigen sogar noch fester und empfindlicher sein, als es zu Lebzeiten war, denn die Seele des Verstorbenen, nachdem sie sich von Hindernissen des physischen Körpers befreit hat, kann direkt mit der Seele des lebendigen Menschen verkehren.

Eine solche Wechselwirkung können nur zwei Umstände stören: ein Gram und ein starkes emotionales Erlebnis der Lebendigen oder eigene Unwissenheit des Verstorbenen, wenn er sich sofort nach dem Tod in ganz neuen und für sich ungewohnten Verhältnissen entdeckt. Der Vorgang des Todes kann erst dann völlig kontrolliert werden, wenn ein Mensch sich von der Angst vor dem Tod befreit und noch zu Lebzeiten die Auffassung der Feinen Welt, die sich gar nicht auf Halluzinationen und Hysterie stüzt, wie es manchmal Laien von Esotherik darzustellen versuchen, gewinnt.

Dalai-Lama hat dazu folgende Belehrungen in einem seiner Briefe geschrieben: "Wenn die Zeit kommt, seine Habseligkeiten durch das Tor des Todes zu tragen, entdeckt der Mensch, dass er weder Verwandte noch Freunde, weder Diener noch Vermögen mitnehmen kann. Ein anhänglicher Verstand ist ein Verstand eines Tieres. Deshalb verzichte auf die Anhänglichkeit zu etwas.

Wie gross das Vergnügen auch sei, das der Mensch empfindet, wenn er Nachsicht mit Illusionen hat, soll er über kurz oder lang leiden, sich im Kreise der Unwissenheit ohne jeglicher Zuflucht drehen. Deshalb verzichte auf alle Wünsche.

Zahlreiche Menschen unserer Welt, darunter auch Eltern, die dich fürsorglich erzogen haben, - sie alle suchen nur nach Glück. Deshalb verzichte auf das Streben nach Glück.

Alles, was deinen Gefühlen erschienen war, ist hohl seiner Natur nach. Aber während du unter täuschenden und illusorischen Gestalten bleibst, fährst du fort, nach der Wahrheit zu streben. Verzichte auf erdachte Einschränkungen.

Wenn der Augenblick des Todes herannaht, vertreibe aus deinem Verstand Entstellungen, Angst und Vorurteile. Gib illusorische Hoffnungen und Befürchtungen auf... Wenn sich feine Energien des Körpers zu verlieren beginnen, entsteht eine feine Vision des Todes. Empfinde sie als klares Licht und verlasse sie für keinen Augenblick".

Die Suche nach Glück ist die Suche unserer wahren Natur; aber das Leben im Namen der Befriedigung augenblicklicher Launen oder Wünsche ist gar kein Glück, sondern, umgekehrt, Leiden, denn man kann in der Welt der Wünsche nie eine wahre geistige Befriedigung finden. Auf etwas oder jemanden nicht anhänglich zu sein bedeutet keine Beseitigung der Wünsche.

Das Fehlen von Anhänglichkeit ist ein so spezifischer Zustand des Bewusstseins, wenn in ihm jeden Augenblick jede Qualität, jeder Gedanke oder jedes Gefühl zulässig sein können. Das Fehlen von Anhänglichkeit ist eine aktive Empfänglichkeit eines verkörperten menschlichen Bewusstseins für das Leben und die Ereignisse, die in ihm geschehen, - vom Standpunkt eines unbeteiligten Beobachters aus.

Zugrunde jedes Wunsches liegt das Streben nach der Erreichung des Ziels, aber selbst der höchste Wunsch nach geistiger Befreiung kann zu einer Falle für ein verkörpertes Bewusstsein werden. Für eine wahre Befreiung müssen wir letzten Endes sogar den Wunsch frei zu sein aufgeben, alle Anhänglichkeiten unseres Verstandes freilassen und sie nur durch Äusserungen unserer wahren, geistigen Natur ersetzen. Da wir mit ALLEM einig sind, wovon brauchen wir uns zu befreien?

Wie euch schon bekannt ist, gibt es im menschlichen Körper einen grösseren vitalen Körper, der eine Kopie des physischen ist, - das ist der ätherische "Doppelgänger" des Menschen, der aus den Zentren der Kraft - Tschakramen - und Nadi oder Kraftfeldern zusammengesetzt ist. Diese Felder liegen zugrunde von Nerven und Nervenknoten und sind eine ätherische Kopie des Nervensystems. In drei Stellen des menschlichen Körpers befinden sich Ausgangsöffnungen für den Austritt der Seele: die erste - im hinteren Wirbel des Zentrums von Sonnengeflecht, das heisst zwischen Schulterblättern, die zweite - im Gehirn, im Bereich von Scheitel oder Wirbel, die dritte - im Bereich des Nabels. Sie werden von einem dichten Netz ätherischer Materie, die aus eng miteinander verflochteten Garnen der Lebensenergie des besteht, geschützt.

Im Laufe des Sterbens entsteht letzten Endes unter Druck von Lebensenergie, die im Zentrum der grössten Konzentration des Bewusstseins angesammelt war, im Gewebe ein Stich oder eine Öffnung, durch die die Seele den physischen Körper verlässt, wenn sich der innere Impuls zur Abtrennung steigert. Bei den Tieren, Kindern und auch Menschen, deren Bewusstsein zu Lebzeiten im physischen oder astralen Körper völlig polarisiert war, dienen als Stellen für den Austritt der Seele psychische Zentren: von Sonnengeflecht - Manipura-Tschakra und von sakralem - Swadhisthana-Tschakra.

Bei den Menschen mentaler Art, deren Lebensfunktion mit Niveaus des Denkens hoher Schwingungen eng verbunden war, und auch bei geistig entwickelten Menschen, die an intensiven Austausch mit Energien Geistiges Niveaus gewohnt sind, befreit sich die Seele während des Todes durch den Wirbel - Ssakhsrara-Tschakra. Die Seele eines Menschen "mittlerer Entwicklung" nutzt (zeitweilig) den dritten Austritt - unmittelbar unter dem oberen Teil des Herzen gibt es noch eine Ausgangsöffnung.
 
 

Bei den Medien und Psychen wird das Gewebe des Sonnengeflechts während starkem Stress oder Eindrücke oft willkürlich zerrissen oder gestört, deshalb sind sie imstande, den physischen Körper mit ihrem feinen Körper leicht zu betreten und zu verlassen. Aber sie besitzen keine Kontinuität des Bewusstseins und folglich gibt es keine Befestigung von logischer Verbindung zwischen den Ereignissen, die sie während des Aufenthalts ihrer Seele in der Feinen Welt eingeprägt haben, und ihrer physischen Existenz. Kurzerhand, wenn sie in ihren dichten Körper zurückkehren, können sie sich an nichts erinnern und können deshalb kaum etwas über das Leben Jenseits erzählen.

Es besteht eine feste Verbindung zwischen dem Ort der nächsten Erscheinung der Seele im Astral nach dem Tod und der Qualität der Energie des Zentrums, durch das das Bewusstsein während des Todes "weggeht". Zum Beispiel, wenn eine Seele aus der Physischen Welt durch den Austritt verschwindet, der Energetik der Zentren unter Zwerchfell synthetisiert, kann sie sofort nach dem Tod, laut dem Gesetz der Anziehung eines Ähnlichen vom Ähnlichen, nur in einer der zahlreichen Welten absteigender dämonischer Reihe, die in der Qualität nach identischen Eigenschaften der Materie existieren, erscheinen.

Deshalb haben alle bösen und grausamen Menschen im Augenblick des Todes eine merkwürdig gleiche und ähnliche Empfindung des endlosen Fallens und gelingen direkt in verschiedene Sphären der Hölle für die obligatorische Befreiung ihrer astralen Körper vom Dominieren harter Energien in ihren Feldhüllen. Wenn sich in der Feldhülle des Menschen im Laufe des ganzen Lebens nichts einwandfreies ausser harten Energien ansammeln konnte, so bleibt die Persönlichkeit auf diesen niedrigsten Niveaus der Existenz nach dem Tod mit dem unbedingt folgenden (jetzt - endgültigen) astralen Tod.

Wenn eine Seele das Physische Niveau durch den obersten Austritt, der in sich alle hochwertigen Schwingungen der Zentren über Zwerchfell synthetisiert, verlässt, so wird die Wiedergeburt in der Feinen Welt höchst günstig, leicht, freudig und glatt. Alles hängt davon ab, in welchen Schwingungen sich das Bewusstsein im Augenblick des Todes befand und welche Qualität in der Feldhülle dominiert.

Der Austritt im Bereich von Schulterblättern hat aber eine direkte Verbindung mit mittleren Unterabteilungen des Astrals - mit den zahlreichen Erscheinungen der sogenannten "Welt der Doppelgänger", die sich nicht viel (zum Besten) von unserer unterscheiden, sind aber sehr streng abhängig von der konfessionellen Orientierung des Bewusstseins des Verstorbenen differenziert.


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