Die Metamorphosen des Todes

   
  "Meine Freunde, richtet euch nach der Wahrheit, bis ihr noch am Leben seid. Versinkt in Erlebnisse, bis ihr noch am Leben seid! Denkt, überlegt, bis ihr noch am Leben seid, eure Rettung ist noch vor dem Tod möglich. Wenn ihr euch die Illusionen zu euren Lebzeiten nicht nehmt, meint ihr, dass euch Geiste nach dem Tod helfen werden?
Wenn man sagt, dass die Seele sich den Glückseligen nur deswegen anschliessen wird, dass der Körper zerfällt, glaubt nicht. Wie ihr euch jetzt empfindet, so wird es auch damals sein.
Wenn ihr jetzt nichts findet, so werdet ihr euch nach dem Ende eurer Tage in der Stadt der Verstorbenen befinden. Aber wenn ihr euch jetzt mit dem Göttlichen in euch vereinigt, werdet ihr im nächsten Leben das Gesicht dessen haben, wessen Wünsche befriedigt sind..."
Kabir.

Der Zustand des Todes kann in genauso kleinem Masse beschrieben oder erklärt werden, wie auch alle menschlichen Leben insgesamt nur durch das "Leben von Jesus" allein oder Lebensbeschreibung eines beliebigen Menschen beschrieben werden könnten. Es gibt Milliarden verschiedener Zustände von Glück und Leiden - Gefühlszustände, die sowohl physische als auch geistige Fähigkeiten als Quelle haben, von denen nur geistige bleiben und nach der Verwandlung niedrigster Körper auf den Unterniveaus des Astrals erhalten werden.

Damit bei euch keine Verlegenheitsfragen weiter entstehen, halten wir für notwendig, das Tüpfelchen aufs "i" in Bezug auf unsere Auffassung des Zustandes des Todes zu setzen. Wir können damit beginnen, dass unser Planet, unsere Umwelt und wir selbst nicht mehr geschaffen sind, als das Buch, das ihr jetzt vor den Augen habt.

Das lebendige WESEN der Erde und wir selbst sind bloss Zustände unserer Bewusstseine in der gegebenen Zeit, in gegebener Stelle des Zeitfeldes unserer Zivilisation. Sowohl das Aussehen des Erde als auch unser Äusseres sind sehr kurzzeitig und vergänglich, und sind nur notwendige Umstände, die jene Stufe der Evolution begleiten, die Geistiges Kosmisches Wesen eines jeden von uns in seinen individuellen Zyklen der Evolution erreicht hat.

Wenn ihr einsehen könnt, dass unser ganzes sogenanntes Leben bloss Schlaf, Illusion, einer der zahlreichen und mehrstufigen Zustände des sich ständig entwickelten Bewusstseins ist, und dass alle Erscheinungen und Ereignisse, die in unserem Leben vorkommen, auch irreal, wie Träume, Illusionen, Echo, Trugbilder, Widerspiegelung des Mondes im Wasser sind, werdet ihr auch leicht verstehen, dass der Tod bloss eine Fortsetzung desselben akaschen Schlafs der Seele ist.

In unserem irdischen Leben gibt es praktisch keine Augenblicke, wenn unser Bewusstsein völlig wach ist: die meisten Menschen schlafen ihr Leben lang und haben dabei Träume, die sie als ihr eigenes Leben empfinden. Deshalb entsteht ein Problem mit der richtigen Deutung und Auffassung der Erscheinung des Todes. Was kann man eigentlich noch von einem schlafenden Menschen erwarten?...

Versucht alles zu verstehen, was wir euch jetzt zu beschreiben versuchen, obwohl es unmöglich ist, es mit gewöhnlicher Sprache eines Menschen zu wiedergeben, denn es ist unbeschreiblich. Alles, was wir weiter erzählen werden, ist bloss eine der sechzig Milliarden Deutungen des Zustands des Bewusstseins während dieses Schlafs.

Wir erinnern euch immer wieder daran, dass die Persönlichkeit eines Menschen bloss ein Bestandteil von der vielen in der langen Kette irdischer Verkörperungen des individuellen Geistes und seiner 144 wichtigsten Erscheinungen - der Seelen (12 analoge Seelen x 12 Seelen-Aspekte = 144 Seelen-Analoge) ist. Physischer Körper wird der Persönlichkeit von ihren irdischen Eltern gegeben und ist die Äusserung der Erbzüge einer ganzen Familie. Diese Züge soll eine unvergängliche Individualität - der Geist bei der nächsten Verkörperung einer seiner analogen Seelen gewinnen und durch die irdische Existenz der Persönlichkeit bearbeiten und sich von denen später während der Existenz der Seele-Aspekt nach dem Tode befreien .

Folglich ist der physische Körper eines auf der Erde verkörperten Menschen direkt funktional von der Evolutioserfahrung, die sich durch ihn auf Physisches Niveau der Seele-Aspekt, von dem Entwicklungsgrad seines Bewusstseins, von der Notwendigkeit seiner Vervollkommnung und von den Aufgaben, die durch ihn ausgedrückte Seele während der Aneignung dieser oder jener 12 Zodiakaleigenschaften erfüllen soll, abhängig.

Also, der physische Körper stellt nicht nur Vorrat positiver und negativer Karma der Persönlichkeit in entsprechender Verkörperung, sondern auch das Ergebnis der Folgen von Existenz einiger Generationen der Menschen, die diesem Körper ihre genetische Koden gegeben haben, dar. Emotionale und intellektuelle Seiten des menschlichen Bewusstseins, die in eine Persönlichkeit verkörpert werden, sind angesammeltes Ergebnis der jahrhundertealten Erfahrung aller irdischen Verkörperungen des Geistes, der psychisch-physisch-geistige Reichtum, den die Seele-Aspekt durch diese Persönlichkeit in ihrer nächsten Verkörperung ausnutzen wird.

Deshalb ist die Persönlichkeit eine physische und psychische Äusserung der Erfahrenheit der Seele, die sich im Laufe von vielen Verkörperungen in ihre emotionalen Eigenschaften, intellektuelle Fähigkeiten und Willenskräften kristallisiert hat. Das echte Geistige Kosmische Wesen, das heisst der individuelle Geist, betrifft seinerseits die niedrigsten Energieinformationsniveaus des Seins überhaupt nicht und bleibt tief in seiner eigentümlichen und ihm nahen Welt, wovon er Kräfte für die Äusserung auf niedrigeren Niveaus seiner 12 analogen Seelen schöpft (sieh. Buch "Die Seele im Zodiak").

Merkt euch noch und versucht richtig zu verstehen, dass jedes Gefühl immer relativ ist. Auf jetziger ENTWICKLUNGSSTUFE der irdischen Menschheit gibt es weder Gutes noch Böses, weder Glück noch persönliche Leiden, kein abstraktes Leiden, die IRGENDWIE von sich selbst, ohne Auffassung dieser Begriffe durch dieses oder jenes Niveau des Bewusstseins oder getrennt von dem qualitativ augenblicklichen Zustand des verkörperten Bewusstseins selbst existieren. Was wir auch tun und denken, alles, wovon wir leben sind nur Folgen zahlreicher und verschiedenartiger Ursachen, die im Altertum von Hunderttausende und Millionen Jahren wurzeln, im Laufe deren unser individueller Kosmischer Geist sich entfaltet.

Das Gute ist grenzenlos und ewig nur darin, was uns ständig verborgen ist, deswegen stellen wir ihn uns ewig dar. Auf den gezeigten Niveaus des Seins ist das eine berufen das andere auszugleichen. Das Böse ist bloss die gegenwirkende Kraft in der Natur, das ist Gegenwirkung, Widerstand und Entgegensetzung etwas gegen etwas: das, was für die einen Böses ist, stellen sich die anderen als Gutes vor. Das Böse existiert nicht an und für sich, getrennt von dem Guten - das ist Schatten ohne Licht, ohne den das Licht selbst sogar in unseren unwissenden Vorstellungen von ihm nicht existieren könnte.

In der menschlichen Natur zeugt das Böse nur von der Polarität von Geist und Materie, von "Kampf um das Leben" zwischen zwei entgegengesetzten Ausdrücken EINER ENERGIE auf dem Physischen Niveau der Erde, zwischen zwei Grundlagen, die ihrem Wesen nach einig sind, denn sie beide sind im Einheitlichen Gott eingewurzelt. Die Wirkung dieser zwei scheinbarer Gegensätze, schafft, zwei wechselseitig abhängigen Kräften - der zentrifugalen und der zentripetalen - ähnlich, diejenige Göttliche Harmonie und Gleichgewicht, die dem einheitlichen Kosmos um uns eigen sind.

Wenn die Wirkung einer dieser Kräfte plötzlich angehalten würde, wäre die Wirkung der anderen sofort selbstvernichtend. Der Mensch schafft sich selbst, dem Gott ähnlich, schafft seine eigene Welt. Erst der Mensch in dieser Welt die volle Selbsterkenntnis erreicht, beginnt er in das einheitliche Ganze alle seine zahlreichen Äusserungen mit seinem Göttlichen Geist wirklich zu vereinigen.

Im Laufe des ganzen Lebens zergliedern wir uns; wenn wir uns in der Zeit bewegen, die absolut nur vor uns existiert, stossen WIR UNS ständig mit zeitlosen Welten zusammen und beeinflussen sie dynamisch. Jede unsere Tätigkeit ruft sofort ihr gleiche und entgegengesetzte Passivität im Raum hervor. Gerade deshalb schaffen wir ununterbrochen jeder unserer Handlung ihr gleiche Gegenwirkung, oft unbewusst.

Der menschliche Geist ist endlos, deswegen beteiligt sich an jedem Aspekt unseres Lebens nur ein kleiner Teil unseres wahren Kosmischen Wesens und unsere Triebkraft ist nur ein besonderer Aspekt unseres Geistes - Sein ein hundertvierundvierzigster Teil - unsere Seele-Aspekt. Wenn man den Menschen mit einem vielflächigen Kristall vergleicht, kann man sagen, dass wir in jedem einzelnen Fall die ausser uns "liegende" Welten nur mit einer der zahlreichen Flächen berühren, dabei bleiben die anderen Flächen passiv.

Der Geist, eine der zahlreichen Aspekten dessen während seiner Äusserung auf dem physischen Niveau unsere Seele ist, ist ein unentbehrlicher Teil des Galaktischen und Ökumenischen Kosmischen Geistes und deshalb ist er unsterblich. Er hat immer existiert, jeder von uns hat Ihn vom Gott bekommen, Er wird immer existieren und seine Bestimmung ist Rückkehr zur Quelle.

Upanischaden beschreiben den Geist als "etwas, was es überall ohne Körper, ohne Form gibt, etwas ganzes, weises, allwissendes, glänzendes, selbstgenügendes, alles übertreffendes. Er wird nicht geboren, stirbt nicht, ist keine Folge irgendeiner Ursache, ist ewig, selbständig, unsterblich, alt ". "Was ihr auch erforscht, werdet ihr keine Grenzen des Geistes erreichen, denn der Geist hat keine Grenzen " - sagt der griechische Philosoph Heraklit.

Der Mensch ist seiner Natur nach passiv; aktive Grundlage in jedem von uns ist nur unser Geist. Deshalb ist Er auch die Urquelle aller unseren Wechselbeziehungen mit den Welten um uns. Während der Geist den Zustand unserer Körper der Äusserung in den entsprechenden Welten verändert, führt er uns ständig zur Berührung mit immer neuen Tatsachen dieser Welten. Diese Tatsachen beeinflussen uns entsprechend, und wir, dem Niveau unseres Bewusstseins entsprechend, wirken auf diese Einwirkungen adäquat oder nichtadäquat zurück.

Nur eine wahre Liebe oder ein wahrer Hass sind unsterbliche Gefühle allein, aber zwischen ihnen existieren zahlreiche Übergangsstufen der Zustände des menschlichen Bewusstseins auf der siebenfach siebenfachen Skala der ganzen Palette des Lebens. Nur diese zwei Polen der menschlichen Seele - Liebe und Hass - bilden den zukünftigen Zustand des Menschen, wäre es Tod oder Leben, und das heisst, die Mannigfaltigkeit solcher Zustände soll unerschöpflich sein.


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