Äusserlich soll das Leben von euch, Kinder, aus Demut, Erniedrigung, Verrichten von Gutem und Allverzeihung, Nachsicht und eurer Erschöpfung wegen des Nächsten und verschiedener Hilfe über die Kraft bestehen. Sucht keine Heiligen, um von denen Blut zu trinken, sucht starke Feinde, um von denen Wunden zu bekommen, durch die das ganze innerliche Gift aus eurer Gebrechlichkeit herausfliessen wird.
Die Liebe zu dem Nächsten besteht darin, alle Menschen ohne Ausnahme nicht menschlich, sondern Göttlich zu behandeln. Die Liebe ist höher aller Worte und Hindernisse, höher aller alten irdischen Unterschiede. Die Liebe verschlingt alles und herrscht überall im Hause Meines Sohnes. Die Worte sind wertlos, wenn es keine Liebe im Herzen gibt, und für diejenigen, die mit Liebe erfüllt sind, werden auch die Worte überflüssig.
Der Herr ist der Gott der Liebe und aufopfernder Treue. Der Gott ist die Liebe Selbst, und Sein Wort ist unausgesprochene Liebe. Euer feuriger Eifer ist nichts, wenn ihr jedem keine notwendige Sorge erweist und eure Herzen durch Emanation segenspendender Liebe nicht geweiht werden.
Deshalb zeichne Ich unter der grossen Zahl Meiner Gerechten besonders aus und schätze die Leuchter der Liebe. Zündet, Kinder, das Lämpchen im Tempel des geweihten Herzens, und das Antlitz wird aufgeleuchtet, und ihr werdet eine freudige, vortreffliche Nachricht allen Nächsten tragen. Durch Liebe allein werdet ihr hinter Grenzen der Finsternis gebracht. Gott stärke euch!
Es gibt keine Liebe ausser Christi, denn Er ist die Liebe Selbst. Und um Ihn zu empfangen, soll man sein Inneres reinigen und die Bestandteile der Seele gründlich weihen, sie zur Hochzeitstafel vorbereiten und salben. Erbittet Christi nach der Güte und ihr werdet neu sein, und sich finden, und wie vom neuen erwachen und sich selbst nicht erkennen, denn eure ganze Gebrechlichkeit wird durch Liebe verklärt.
Amen für euch!
Verrichtet eure Arbeit in der Stille und verführt
euch nicht,
und verschärfe sich euer vernünftiges Sehen,
damit ihr eure Sünden seht und Hilfe
von Unglück unterscheiden könnt.
Deshalb fixiert euren Blick jetzt nicht auf das Vorübergehende und Vergängliche, was nur die Wunden aufreisst. Seht nicht auf die Sonne, die eure Haut streichelt, die Schönheit des Meeres, die schmackhafte Nahrung und andere irdische Güter - das alles wird vergehen und euch nach dem Willen Gottes bald genommen werden. Viele Leute werden an Hunger sterben.
Im übrigen sind die euch bevorstehenden Krankheiten doch eher mit der Seele und den Nerven verbunden: vollständige Apathie und Mutlosigkeit, unerträglicher Gram, unausstehliches Brennen in den Lungen und im Herzen, Entsetzen, Schrecken und Panik, mangelnder Lebenswille und die Unmöglichkeit zu sterben, ein Dasein am Rande des Wahnsinns, des Rasens und Tobens, Zurückgezogenheit von allem und sogar Hass sich selbst gegenüber.
Die Hölle ist für Demut und Gottesangst gegeben. Die Liebe des Herrn beschützt keinen vor dem Sturz in die Kluft, denn die Seele wählt ihr Los selbst. Gottes Gnade bewegt nur die Seele allmöglich zu der Wahl des Guten und ewigen Lebens. Aber die Endentscheidung bleibt immer ihr, und darin besteht die Freiheit.
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